Bob Brandenburger

Als Bob Brandenburger im Alter von fünf Jahren von seinem Vater eine originale LOMO LC-A aus Leningrad vermacht bekam, wusste er noch nicht, was er damit anfangen sollte. Während seiner Schulzeit im Süden Brandenburgs lernte Bob den angehenden Fotografen Steve Zeidler kennen, der ihn mit der Kunst der Filmbelichtung vertraut machte. Allerdings diente er zu dieser Zeit vor allem als Motiv, kletterte mit der „Brigade“ in verlassene Häuser, machte Grenzerfahrungen und lernte beiläufig etwas über Fotografie. Als Bob im Jahr 2006 ohne seinen angestammten Freundeskreis nach Südamerika reiste, erinnerte er sich an die Kamera aus seiner Kindheit. Seitdem ist sie sein stetiger Begleiter und er teilt seine farbenfrohen und skurrilen Momentaufnahmen aus seinem Leben mit seinen Mitmenschen.
Aufgewachsen ist der waschechte Brandenburger in Calau, einem Ort, der schon früher für seinen eigenartigen Humor bekannt war. Auch Bob ist kein Kind von Traurigkeit. Seine Eloquenz und die Begabung sich geschickt auszudrücken, machte er zum Beruf und studierte Angewandte Medienwissenschaft in Thüringen. Ein Praktikum bei der Kreativagentur „Zum Goldenen Hirschen“ brachte den Brandenburger endgültig nach Berlin, obgleich Bob schon früher seine Liebe zur Hauptstadt als Dauergast auslebte. Zur selben Zeit lernte er über Philipp Weilandt Das Beet kennen und ist seitdem Feuer und Flamme für das Gemeinschaftsprojekt.